|
Ein Raid-System bieten Performance und/oder Datensicherheit.
Das System besteht aus mehreren IDE, S-ATA, SAS oder SCSI Festplatten. Da S-ATA Festplatten
sich von SCSI-Festplatten kaum noch in der Leistung unterscheiden,
werden diese auch gerne in Server-Systemen mit einem S-ATA-Raid-Controller
eingesetzt. Dies ist kostengünstiger als die vergleichbare
SCSI-Variante.
3Ware ist einer der Marktführer in zuverlässigen
IDE, SATA und SAS Raid-Controllern. Diese gibt es wahlweise als 2, 4,
8 oder 12 Kanal Controller und unterstützen bis auf den 2 Kanal-Controller
Raid 0,1,5 und 10. Die 2 Kanal Variante unterstützt Raid 0
und 1.
Die Systemkonfiguration wird über ein eigenes
Bios eingerichtet. Die Administration und Konfiguration erfolgt
über ein einfaches Webinterface oder das eigene Bios.
Raid 0 (Striping):
Sicherheit: nein; Performance: ja; Kapazität: 100%; Festplatten:
min.2
Durch diesen Raid-Level werden die Platten gleichzeitig bei Lese-
und Schreibvorgängen angesprochen. Wird eine 2 MB große
Datei gespeichert, geschieht dieses mit jeweils 1 MB auf beiden
Platten. Um so mehr Platten, um so höher die Verteilung und
somit mehr Leistung. Bei Ausfall von nur einer Platte, sind alle
Daten verloren.
Raid 1 (Mirror):
Sicherheit: ja Performance: nein Kapazität: 50% Festplatten:
2
Dieser Raid-Level spiegelt die Master-Festplatte. Somit ist immer
eine Kopie (Slave-Festplatte) vorhanden. Wird eine 2 MB große
Datei gespeichert, wird diese jeweils auf beiden Platten übertragen.
Dadurch auch nur die 50% Nutzung. Mit diesem System ist gewährleistet,
dass bei einem Festplattenausfall keine Daten verloren gehen. Als
Festplatten sollten wenn möglich, zwei Herstelleridentische,
aber ein verschiedenes Produktionsdatum verwendet werden. Dieser
Raid-Level wird sehr häufig eingesetzt wenn die Übertragungsgeschwindigkeit
einer Festplatte ausreicht.
Raid 5 (Striping mit Parity):
Sicherheit: ja Performance: ja Kapazität: Festplatten -1 Festplatten:
min. 3
Der früher oft genutze Raid-5 wird heutzutage aufgrund der
mittlerweilen geringen Hardwarekosten ,der hohen Performance von
Raid-1 oder Raid-10 und dem Hot Swap in jedem Raid-Level nicht mehr
eingesetzt. Datenbanken und Fileserver laufen unter einem Raid-1
oder Raid-10 erheblich schneller als unter einem Raid-5. Wird eine
2 MB große Datei gespeichert, werden jeweile 1 MB auf 2 Festplatten
verteilt, auf der 3. Festplatte werden die Parität-Informationen
gespeichert um Daten von der jeweiligen anderen Festplatte zu berechnen.
Die hohe Nutzkapazität in Verbindung mit Sicherheit und Performance
sprach für einen Raid-5. Bei Ausfall einer Platte lief das
System weiter, aber durch die Paritätsberechnung mit enormen
Leistungsverlusten solange die defekte Festplatte nicht ersetzt
wurde, um den Raid neu aufzubauen.
Raid 10 (Mirror + Striping):
Sicherheit: ja Performance: ja Kapazität: 50% Festplatten:
min. 4
Dieser Raid-Level bringt Leistung und Sicherheit zusammen. Es werden
jeweils 2 Festplattenpaare gespiegelt (Raid-1) um Sicherheit zu
gewährleisten. Diese Festplattenpaare werden dann für
die Performance gestript (Raid-0). Der Einsatz erfolgt gerne in
Datei-, Datenbank- oder Mailservern (Exchange), wo hohe Plattenleistung
trotz Sicherheit gefordert wird. Beim abspeichern einer 2 MB großen
Datei, bekommt jeweils die Master-Festplatte 1 MB was dann auf der
Slave-Festplatte gespiegelt wird.
Write Cache sollte grundsätzlich bei allen Datenbanken deaktiviert werden wenn der Controller kein eigenen Batteriebackup besitzt.
Die Datensicherung über ein Wechselmedium wie
Band oder DVD sollte trotzdem erfolgen, um ein Datenverlust bei
Diebstahl, Brand oder Ähnlichem zu vermeiden.

|